Weltweite Selbstverpflichtung zur Rückverfolgbarkeit von Holz



Die CEOs der drei weltweit führenden Hersteller von Getränkekartons informierten gestern über ihre gemeinsame Selbstverpflichtung, die zu einer weltweit verantwortungsbewussten Forstwirtschaft beitragen soll.

Die freiwillige Initiative zur Rückverfolgbarkeit von Holz wird von EU Umweltkommissar Stavros Dimas sowie Kommissions-Vizepräsident Günter Verheugen unterstützt. Die Initiatoren der Selbstverpflichtung repräsentieren 80 % des weltweiten Umsatzes der Branche. Neben den EU Kommissaren trafen die CEOs mit Lena Ek – Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP) und weiteren in den Bereichen Klimawandel und Forstwirtschaft tätigen MEPs zusammen. Auch sie unterstützen die Initiative.

Die in der Initiative zusammengeschlossenen Unternehmen Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak sind Mitglieder des europäischen Verbandes ACE (Alliance for Beverage Cartons and the Environment). Die Unternehmen haben sich verpflichtet, innerhalb von 10 Jahren sicherzustellen, dass alle Holzfasern zur Herstellung von Getränkekartons aus legalen und akzeptierten Quellen kommen, rückverfolgbar bis zu den Herkunftswäldern. Der Kartonbedarf der Branche wird auf 2 Millionen Tonnen jährlich geschätzt.

Wirtschaftliche und politische Ziele ergänzen sich
„Mit unserer Selbstverpflichtung dienen wir sowohl wirtschaftlichen als auch politischen Interessen“, kommentiert Dennis Jönsson, CEO von Tetra Pak. „Da unsere Getränkekartons aus ca. 75 % Holzfasern – einem natürlichen nachwachsenden Rohstoff – bestehen, müssen wir sicherstellen, dass diese Rohstoffversorgung langfristig gesichert ist. Wir haben daher ein begründetes Interesse an verantwortungsbewusster Bewirtschaftung der Wälder, aus denen unsere Produkte letztendlich stammen“, sagte er.

„Wichtig ist“, so Rolf-Dieter Rademacher, CEO von SIG, „dass unsere Verpflichtung sich nicht nur auf europäische Lieferanten bezieht, sondern für alle Kartonlieferanten weltweit gilt. Damit zeigen wir, wie die Wertschöpfungskette einer gesamten Branche ineinander greift, um wichtige politische und gesellschaftliche Ziele zu erfüllen“.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es sicherzustellen, dass die gesamte Branche dem Beispiel der ACE Mitgliedsunternehmen folgt. „Wir brauchen gleiche Voraussetzungen und faire Wettbewerbs-bedingungen“, sagt Niels Petter Wright, CEO von Elopak. „Mit zertifizierten Rückverfolgbarkeits-Systemen fördern wir die verantwortungsbewusste Bewirtschaftung der Wälder weltweit, auch in den gefährdeten Regionen“, betonte er.

Zertifizierte Systeme zur Holzrückverfolgbarkeit haben positive Auswirkungen auf den Klimawandel
„Darüber hinaus“, unterstreicht Jönsson, „haben verantwortungsbewusst bewirtschaftete Wälder eine positive Auswirkung auf den Klimawandel und die globale Erderwärmung [weil wachsende Bäume der Luft CO2 entziehen und Sauerstoff produzieren]. Maßgebliche Voraussetzung ist, dass die Holz-Rückverfolgbarkeit durch unabhängige Gutachter zertifiziert wird.“

Um die Glaubwürdigkeit des Systems zu gewährleisten, ist es wichtig, die Zertifizierung nach anerkannten Standards durchzuführen - z.B. „Forst Stewardship Council“ (FSC), „Programme for Endorsement of Forest Certification Schemes“ (PEFC) oder andere gleichwertige Standards.

Weitere Informationen sowie den Volltext der Verpflichtungserklärung unter: www.beveragecarton.eu

  Download Medienmitteilung 050707 (PDF, 71kB)

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Kontakt:

Erika Mink
Präsidentin des ACE
Tel: +32 478 99 23 00
Email: secretariat@beveragecarton.eu




Die CEOs der drei weltweit führenden Hersteller von Getränkekartons, Niels Petter Wright, CEO von Elopak (links), Rolf-Dieter Rademacher, CEO der SIG (2. von links) und Dennis Jönsson, CEO von Tetra Pak (rechts) informierten in Brüssel über ihre gemeinsame Selbstverpflichtung zur Rückverfolgbarkeit von Holz und trafen dort auch mit Lena Ek, Mitglied des Europäischen Parlaments (2. von rechts), zusammen.


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