Das Ganze im Blick: Umweltbilanz von SIG Combibloc



März 2011. Mit ambitionierten Zielen richtet SIG Combibloc auch in Zukunft den Fokus auf ein verantwortungsvolles Handeln für die Umwelt: Bis 2015 sollen die CO2-Emissionen in den Packstoffwerken weltweit um 40 Prozent reduziert werden, der Energieverbrauch um 35 Prozent, das spezifische Abfallaufkommen um 25 Prozent; zudem soll der Anteil FSC-gelabelter Kartonpackungen bis 2015 auf 40 Prozent erhöht werden. In einer neuen Broschüre informiert SIG Combibloc jetzt über die Umweltbilanz seines Kartonpackungssystems und seine globale Strategie zum Umweltschutz.

Rolf Stangl, CEO von SIG Combibloc: „Unser Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck unserer Produkte und Produktionsprozesse weiter zu verkleinern. Und dabei haben wir das Ganze im Blick: den Lebensweg unserer Verpackung von der Gewinnung und Veredelung der Rohstoffe bis zur Entsorgung und Wiederverwertung nach Gebrauch. Unabhängige und kritisch geprüfte Ökobilanzstudien renommierter Fachinstitute helfen uns dabei, genau die Stellschrauben im Lebensweg unserer Kartonpackungen zu finden, mit denen wir den größtmöglichen Nutzen für die Umwelt erzielen können. Das heißt für uns im ursprünglichen Sinne des Wortes ‚nachhaltig wirtschaften’, jenseits kurzfristiger Imageeffekte. Auf diese Weise werden wir sicherstellen, dass das ineinandergreifende System aus Kartonpackungen und Füllmaschinen auch künftig die Basis für eine der umweltfreundlichsten Verpackungslösungen für haltbare Lebensmittel ist.“

Für SIG Combibloc bedeutet das, genau bei den Lebenswegstufen optimierend anzusetzen, innerhalb derer für die Umwelt der größte Effekt erzielt werden kann. Ökobilanzstudien nach international verbindlichen Standards helfen dabei, mit validen Fakten Aussagen über die Auswirkungen einer Verpackung auf die Umwelt zu treffen − und dabei wichtige Erkenntnisse über umweltrelevante Verbesserungspotenziale zu generieren. Im Fokus stehen dabei Optimierungen, die sich mit den wichtigsten Umweltwirkungskategorien befassen: mit dem Treibhausgas-Ausstoß, dem Verbrauch fossiler Ressourcen und der verantwortungsvollen Bewirtschaftung erneuerbarer Rohstoffquellen.

Hauptaspekte: Material und Gewicht
Die Erkenntnisse einer 2009 beauftragten europaweiten Ökobilanzstudie für Verpackungen von haltbaren Lebensmitteln belegen beispielsweise, dass es innerhalb der direkt oder indirekt von SIG Combibloc beeinflussbaren Stufen des Lebensweges einer Kartonpackung in erster Linie das Material ist, welches das Umweltprofil einer Verpackung im Hinblick auf den fossilen Rohstoffverbrauch und die CO2-Emissionen beeinflusst. Ausschlaggebende Faktoren, die sich maßgeblich auf die Umweltperformance auswirken, sind die Art des Materials und das Gesamtgewicht der Verpackung. Dabei hat die Gewinnung und Veredelung der drei Materialbestandteile der Kartonpackung – Rohkarton, Polymere und Aluminiumfolie – den größten Anteil am gesamten Treibhausgas-Ausstoß. Ferner haben die Gewinnung und Veredelung der Materialbestandteile auf dem gesamten Produktlebensweg auch den größten Anteil am fossilen Rohstoffverbrauch. Mit anderen Worten: Fast die Hälfte des CO2-Ausstoßes und zwei Drittel des fossilen Rohstoffverbrauches, die mit dem gesamten Lebensweg einer Kartonpackung verbunden sind, sind bereits entstanden, wenn die Rohmaterialien zur Herstellung der Kartonpackungen in den Packstoffwerken von SIG Combibloc angeliefert werden.

Und dabei sind es verglichen zum Rohkarton vor allem Polymere und Aluminium, die den größten Treibhausgas- und Verbrauchsanteil fossiler Ressourcen mit sich bringen. Dem Rohkarton kommt mit 14 Prozent – verglichen zu Polymeren (61 Prozent) und Aluminium (25 Prozent) – nur ein kleiner Anteil am Verbrauch fossiler Rohstoffe zu, die der Lebenswegstufe „Material“ zuzurechnen sind. Und auch beim Anteil an den CO2-Emissionen dieser Lebenswegstufe liegt der Rohkarton mit 21 Prozent hinter den Polymeren (29 Prozent) und Aluminium (50 Prozent). Und das, obwohl der Rohkarton einen durchschnittlichen Gewichtsanteil von rund 75 Prozent an den Kartonpackungen hat.

Kontrollierte Quellen
Daher legt SIG Combibloc einen Schwerpunkt auf die Rohmaterialien, die Grundlage für die Kartonpackungen sind. Ergänzend setzt SIG Combibloc entlang des gesamten Produktlebensweges an, um weitere Umweltziele zu definieren, entsprechende Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Rolf Stangl: „Unser Ziel ist es, den Anteil des erneuerbaren, nachwachsenden Rohstoffes Holz in unseren Kartonpackungen so weit wie möglich zu steigern. Bei der Auswahl stellen wir sicher, dass der Rohkarton aus Holz produziert wird, das nachweislich aus kontrollierten und verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt und eine durchgängige Rückverfolgbarkeit bis zu den Herkunftswäldern garantiert ist. Wir verlangen von allen Rohkarton-Lieferanten, dass ihre Produktionsstätten nach den international verbindlichen Chain of Custody-Kriterien des Forest Stewardship Council für einen durchgängigen Produktkettennachweis zertifiziert sind.“

Weltweit zertifiziert
Ferner hat SIG Combibloc 2009 als erster Hersteller von Kartonpackungen weltweit alle eigenen Produktionswerke und Verkaufsorganisationen FSC CoC-zertifizieren lassen. Mit der Erreichung dieses Meilensteins kann das Unternehmen seinen Kunden weltweit Karton-packungen anbieten, die mit einem FSC-Label gekennzeichnet werden dürfen. In Europa kamen bereits 2009 die ersten Kartonpackungen von SIG Combibloc auf den Markt, die das FSC-Label tragen. Inzwischen sind FSC-gelabelte Kartonpackungen von SIG Combibloc auch in verschieden anderen Regionen der Welt – wie etwa in Asien – erhältlich. Rolf Stangl: „In unseren Packstoffwerken werden jährlich über 20 Milliarden Packungsmäntel produziert. Unser Ziel ist es, den Anteil FSC-gelabelter Kartonpackungen bis 2015 auf 40 Prozent zu erhöhen.“

Gezielte Reduktion
Das Produktionsvolumen hat sich in den Packstoffwerken von SIG Combibloc im Zeitraum von 2004 bis 2009 um rund 23 Prozent erhöht und folgt weiter einem Aufwärtstrend. Hierzu trägt vor allem die positive Entwicklung auf den außereuropäischen Märkten bei. Stangl: „Wir setzen dennoch auf gezielte Reduktion – beispielsweise bei den CO2-Emissionen, dem Energieverbrauch und dem Abfallaufkommen. Bis zum Jahr 2015 wollen wir in unseren Packstoffwerken weltweit die CO2-Emissionen um 40 Prozent verringern, den spezifischen Energieverbrauch um 35 Prozent und die spezifische Abfallmenge um 25 Prozent.“ Zu diesem Zweck sind in allen Produktionswerken Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 implementiert. Ein reger, globaler Erfahrungsaustausch und die Optimierung nach dem Vorbild von Best Practice-Beispielen ist dabei ein elementarer Baustein zur Erreichung der globalen Umweltziele.

Zu weiteren ökologischen Unternehmenszielen von SIG Combibloc gehören Gewichtsreduzierungen der Verbunde und Verschlüsse sowie auch die Entwicklung von Füllmaschinen mit deutlichen Effizienzvorteilen. Stangl: „Bei Neuentwicklungen von Füllmaschinen werden wir weiterhin klar im Sinne der Umwelt handeln. So wollen wir bei kommenden Maschinengenerationen den spezifischen Energieverbrauch im Vergleich zum jeweiligen Vorgängermodell um weitere 20 Prozent reduzieren, den Wasserverbrauch um 25 Prozent.“

Weitere Informationen zur neuen Umweltbilanzbroschüre von SIG Combibloc sind im Internet unter www.sig.biz zu finden.

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Life Cycle:
Für das Ziel, den ökologischen Fußabdruck des Kartonpackungssystems weiter zu verkleinern, hat SIG Combibloc den gesamten Lebensweg der Verpackung im Blick. Foto: SIG Combibloc


Ihr Kontakt:

Heike Thevis – Pressereferentin
SIG International Services GmbH
Rurstrasse 58, D-52441 Linnich, Germany
Tel: +49 2462 79 2608
Fax: +49 2462 79 17 2608
Email: heike.thevis@sig.biz

SIG Combibloc ist einer der weltweit führenden Systemhersteller von Kartonpackungen und Füllmaschinen für Getränke und Lebensmittel und erzielte 2010 mit rund 4.650 Mitarbeitern in 40 Ländern einen Umsatz von 1.360 Millionen Euro. SIG Combibloc ist Teil der neuseeländischen Rank Group.


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