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Von Standard zu Premium: Wie aseptische Systeme Wachstum für Molkereien einleiten

von Julia Trebels

Milchprodukte gehören seit jeher zu den dynamischsten Kategorien im Lebensmittel- und Getränkebereich – von alltäglichen Grundnahrungsmitteln über genussvolle Leckereien bis hin zu hochfunktionellen Nahrungsmitteln.

 

Heute liegen die größten Wachstumschancen in besonders hochwertigen, differenzierten Produkten, die hervorragenden Geschmack, exzellenten Nährwert und Komfort bieten.

 

Hier kommt die aseptische Technologie ins Spiel. von alltäglichen Grundnahrungsmitteln über genussvolle Leckereien bis hin zu hochfunktionellen Nahrungsmitteln. Heute liegen die größten Wachstumschancen in besonders hochwertigen, differenzierten Produkten, die hervorragenden Geschmack, exzellenten Nährwert und Komfort bieten.

Julia Trebels ist Senior Category Manager in der Abteilung Global Marketing bei SIG. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie hat sie sich auf Kategorie-Innovation, Marktentwicklung und Verbraucheranalysen spezialisiert. Julia arbeitet leidenschaftlich gerne mit Partnern zusammen, um innovative Kategorie-Lösungen zu entwickeln und die wichtigsten Branchen- und Verbrauchertrends aufzudecken, die die Zukunft der Lebensmittel- und Getränkemärkte weltweit prägen.

 

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Julia Trebels, Senior Category Manager bei SIG

Für Entscheidungsträger in der Lebensmittel- und Getränkebranche wirft dies eine zentrale Frage auf: Wie können aseptische Systeme mir dabei helfen, hochwertigere Milch- und Getränkeprodukte mit höherem Mehrwert zu entwickeln?

 

Warum Aseptik – und warum gerade jetzt?

In einem Markt, der von volatilen Lieferketten, sich rasch wandelnden Konsumgewohnheiten und steigenden Nachhaltigkeitserwartungen geprägt ist, entwickeln sich aseptische Systeme zu einem der wirksamsten Hebel für Widerstandsfähigkeit und profitables Wachstum. Was ist der Grund dafür?

 

Einfach ausgedrückt bedeutet aseptische Verarbeitung, dass Produkte, die mit UHT-Anlagen sterilisiert wurden, unter sterilen Bedingungen in sterilisierte Verpackungen abgefüllt werden. Das Ergebnis sind haltbare Produkte, die monatelang bei Raumtemperatur gelagert werden können und bei denen dabei der Geschmack und Nährwert erhalten bleiben – ganz ohne Kühlung oder Konservierungsstoffe.
 
Für Lebensmittel- und Getränkehersteller ergeben sich daraus eine Reihe konkreter Vorteile:

  • Gleichbleibender Geschmack und Nährwert
    Durch die schnelle thermische UHT-Behandlung werden schädliche Mikroorganismen beseitigt. Das Produkt wird anschließend schnell heruntergekühlt und in einer sterilen Umgebung abgefüllt. Die Parameter werden auf jede Produktart und Rezeptur (von Milchprodukten über Säfte bis hin zu Getränken mit Stückanteil) abgestimmt, so dass sensorische Eigenschaften und Nährstoffe erhalten bleiben.
  • Haltbarkeit ohne Kühlung
    Aseptisch verpackte Produkte können bei Raumtemperatur gelagert, transportiert und verkauft werden. Eine Kühlkette ist nicht erforderlich. Das eröffnet neue Vertriebswege und Märkte.
  • Geringere Logistikkosten und größere Reichweite
    Der Verzicht auf Kühlung, temperaturgeregelte Lager und Kühltransporte sowie eine längere Haltbarkeit senken die Logistikkosten und vereinfachen die Abläufe – insbesondere in Märkten, in denen Kühlketten nur begrenzt verfügbar oder besonders teuer sind.
  • Reduzierung von Lebensmittelverlusten
    Eine längere Haltbarkeit und ein zuverlässiger Produktschutz verringern die Verluste im Einzelhandel, in der Gastronomie und im privaten Haushalt. Durch die hohe Entleerungsrate (insbesondere bei aseptischen „Bag-in-Box“-Formaten) wird mehr Produkt genutzt.

Aus diesem Grund eignen sich die aseptische Verarbeitung und aseptische Verpackungen perfekt für Produkttrends wie:

  • Proteinreiche und funktionelle Getränke
  • Fermentierte Getränke wie Trinkjoghurts und Kefir-ähnliche Getränke
  • Zuckerarme Rezepturen, die auf besonderen Geschmacksprofilen basieren (wie Obst- und Gemüsepürees für Kinder)
  • Kleine Shots für das Immunsystem, die Darmgesundheit und das Wohlbefinden
  • Gesunde, trinkbare Snacks – von trinkfertigen Kaffeemischungen bis hin zu Proteinshakes

Die Entscheidung für aseptische Verpackungen bedeutet nicht nur die Wahl einer Verpackungslösung. Es handelt sich um eine Systementscheidung, die sich auch auf die Produktformulierungen, Verarbeitung, Füllanlagen, Service und Daten auswirkt. SIG ist ein Partner, der eines der umfangreichsten Portfolios an aseptischen Systemen in der Verpackungsbranche anbietet und sicherstellt, dass all diese Parameter nahtlos zusammenwirken.

 

  • Jahrzehntelange Erfahrung
    SIG blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück, verfügt über 120 Jahre Erfahrung in der Lebensmittel- und Getränkeverpackung und widmet sich seit rund 50 Jahren der aseptischen Abfüllung von Lebensmitteln und Getränken.
  • Einzigartiges aseptisches Portfolio
    SIG ist der einzige globale Lösungsanbieter, der aseptische Systemlösungen für Kartonpackungen, Spouted Pouch und Bag-in-Box anbietet. Dies bietet Herstellern eine breite Palette an Optionen an Verpackungsarten, Formaten, Packungsgrößen sowie Verpackungsmaterialien und -strukturen, aseptischen Abfüllanlagen sowie technischen und digitalen Services.
  • Performance auf Systemebene
    Von der Materialwissenschaft über Produktformulierungen und Fülltechnologie bis hin zu digitalen Services konzentriert sich SIG auf die Leistungsoptimierung des gesamten Systems und nicht nur auf einzelne Komponenten.

In der Praxis bedeutet das, dass SIG-Kunden aus der Lebensmittel- und Getränkebranche in folgenden Bereichen unterstützt werden:

  • die richtige Verpackungslösung für jedes Produkt und jeden Konsumanlass zu finden
  • Füllsysteme zu erhalten, die in vielerlei Hinsicht überzeugen: unter anderem in Bezug auf Flexibilität, Geschwindigkeit, Effizienz und Betriebszeit
  • technischen Service und datengestützte Optimierung in den täglichen Anlagenbetrieb zu integrieren

„Aseptische Verpackungen schaffen Mehrwert auf mehreren Ebenen – Qualität, Verfügbarkeit, Effizienz und Abfallvermeidung. Die Auswirkungen sind erheblich: geringere Logistikkosten, eine größere Reichweite in Märkten mit begrenzter Kühlketteninfrastruktur sowie eine Verringerung von Lebensmittelverlusten.“

Systeme für aseptische Kartonpackungen: das Fundament vieler Sortimente ungekühlter Produkte

Für viele Lebensmittel- und Getränkehersteller sind Systeme für aseptische Kartonpackungen das Fundament ihrer Sortimente ungekühlter Produkte.

 

Die kompakten SIG-Füllanlagen für aseptische Kartonpackungen sind darauf ausgelegt, Lebensmittelsicherheit und -qualität sowie die Einhaltung höchster Lebensmittelhygienestandards zu gewährleisten und gleichzeitig den realen Produktionsbedingungen Rechnung zu tragen. Parameter wie Geschwindigkeit, Umrüstzeiten, Abfüllgenauigkeit, Ausschussquoten und Automatisierungskompatibilität sind ebenso wichtig wie Materialkosten, Kompatibilität mit der Lieferkette, Verbrauchsdaten und Nachhaltigkeitsaspekte – sie alle bestimmen die Gesamtleistung und die Anwendungsfreundlichkeit.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • Hohe Flexibilität hinsichtlich Format, Packungsgrößen, Design und Produkttyp
  • Hohe Geschwindigkeit und Verfügbarkeit
  • Schnelle Umrüstungen innerhalb weniger Minuten, was ein agiles Sortiments-Management ermöglicht
  • Außergewöhnlich niedrige Ausschussraten von weniger als 0,5 %

In Verbindung mit modernen, praktischen Formaten sind Systeme für aseptische Kartonpackungen vielseitig einsetzbar – sowohl für das Kernsortiment, als auch für die Markteinführung von Innovationen.

 

Aseptische Spouted Pouches: Komfort und neue Verwendungsmöglichkeiten

Da Verbraucher zunehmend an Produkten für unterwegs sowie portionierbaren und als Snack geeigneten Angeboten interessiert sind, eröffnen aseptische Spouted Pouches neue Möglichkeiten für Produktinnovationen.

 

Aufbauend auf 50 Jahren Erfahrung in der aseptischen Abfüllung im Bereich der Kartonpackungen hat SIG das aseptische Know-how auf Spouted Pouches übertragen. Ein wichtiger Meilenstein sind aseptische Spouted Pouch-Systeme mit In-Line-Sterilisation. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer Vorabsterilisation der Pouches durch einen Drittanbieter – ein entscheidender Fortschritt im Bereich der aseptischen Pouch-Technologie.

 

Das System bietet Herstellern:

  • Hohe Leistung – bis zu 55 Beutel pro Minute
  • Geringere Gesamtbetriebskosten (TCO) – die In-Line-Sterilisation vereinfacht den Prozess und senkt die Betriebskosten
  • Ein breitgefächertes Spektrum an Packungsgrößen – von 30 bis 500 ml, das Shots, Portionen für Kinder, on-the-go-Packungen sowie größere Formate für zuhause abdeckt

Das Ergebnis ist eine längere Haltbarkeit, mehr Flexibilität bei der Rezeptur und praktische Formate, die sich besonders gut eignen für:

  • Milch- und pflanzliche Getränke für Kinder
  • Produkte für einen aktiven Lebensstil und die Sportlerernährung
  • Moderne Snackgewohnheiten, bei denen es auf Convenience und Portionskontrolle ankommt

„Bei Spouted Pouches verändert der Umstieg auf das aseptische Verfahren die Möglichkeiten grundlegend. Er eröffnet neue Produktbereiche und damit neue Erfolgschancen.“

Ob für den Einzelhandel oder die Gastronomie – die aseptischen Pouches von SIG sind als robuste, sichere und benutzerfreundliche Lösungen konzipiert.

 

Aseptische Bag-in-Box-Verpackungen: Planbarkeit, Leistung und Nachhaltigkeit

Gastronomiebetriebe – von Schnellrestaurants und Kaffeehausketten bis hin zu Kantinen – stehen unter hohem Druck, bei begrenztem Personal und engen Margen eine gleichbleibende Qualität zu liefern. Aseptische Bag-in-Box-Lösungen (BIB) bieten Betreibern und Herstellern ein leistungsstarkes Instrument, um diese Komplexität zu bewältigen.

 

SIG blickt in diesem Bereich auf eine lange Geschichte voller Innovationen zurück:

  • In den 1980er Jahren entwickelte das Unternehmen das erste aseptische BIB-System für säurearme Produkte und eröffnete damit neue Möglichkeiten für den Molkereibereich
  • Dies ermöglichte die Umstellung von Produkten wie Milch, Eismischungen und Kaffeeweißern auf BIB und führte zur Verringerung von Lebensmittelverlusten sowie mehr Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit
  • Im Laufe der Zeit erweiterte SIG diese Lösungen um die „Connect“-Verschlüsse, die es Schnellrestaurants ermöglichen, Mixgetränke wie Smoothies und Frappés auf Knopfdruck herzustellen

Heute werden die aseptischen BIB-Systeme von SIG häufig in Schnellrestaurants, Kaffeehausketten und generell im Bereich der Produktausgabe eingesetzt. Sie bieten:

  • Kontrollierte Dosierung und minimierten Produktverlust
  • Stabile Produktqualität über lange Zeiträume 
  • Mit minimalem Materialaufwand viel verpacktes Produkt 
  • In den meisten Fällen eine Produktausbringung von über 99 %, unabhängig von der Viskosität, da sich der Beutel beim Entleeren des Produkts zusammenzieht
  • Schutz vor Sauerstoffeintritt durch das spezielle Design von Verschluss und Anschlussstück, so dass der Geschmack und die Produkthaltbarkeit bis zum letzten Tropfen gewährleistet werden

Die Flexibilität beim Verpackungsvolumen eröffnet Herstellern viele Möglichkeiten für den Eintritt in unterschiedliche Vertriebskanäle, vom Einzelhandel über die Gastronomie bis hin zur industriellen Verarbeitung. 

„In der Gastronomie kommt es auf jedes Detail an. Aseptische Bag-in-Box-Verpackungen sorgen für Planbarkeit und Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb.“

Die Verpackung als Teil des Produkts – und als Teil des Geschäftsmodells

In diesem Zusammenhang kann die Verpackung nicht länger als Nebensache betrachtet werden. Ein erfolgreiches Lebensmittel- oder Getränkekonzept integriert die Verpackung von Anfang an.

 

Auf der Verbraucherseite sind visuelle und haptische Reize – Form, Farbe, Oberflächenbeschaffenheit – ausschlaggebend für den Erstkauf, während Alltagstauglichkeit, Wiederverschließbarkeit, Griffkomfort und Benutzerfreundlichkeit den Wiederkauf beeinflussen. Die Verpackung vermittelt innerhalb von Sekunden einen Eindruck der Funktionsfähigkeit und Lifestyle-Eignung sowie des Markenwerts.

 

Auf der Herstellerseite muss das Produktkonzept unter realen Rahmenbedingungen funktionieren:

  • Liniengeschwindigkeit, Flexibilität und Kompatibilität mit Automatisierungssystemen
  • Umrüstzeiten 
  • Füllgenauigkeit und Ausschussquoten
  • Materialkosten und Widerstandsfähigkeit in der Lieferkette 
  • Nachhaltigkeitsanforderungen

Ein Produkttrend wird erst dann zu einem geeigneten, skalierbaren Geschäftsmodell, wenn Produkt, Verpackung und Betriebsabläufe zusammenpassen. Aseptische Systeme – sei es für Kartonpackungen, Pouches oder Bag-in-Box – sind wichtige Instrumente, um diese Integration zu verwirklichen.

Von der Technologieauswahl bis zur Portfolio-Strategie: das SIG Category Game Board™

Die Entscheidung, in aseptische Technologie zu investieren, ist eine Sache. Eine weitere strategische Frage lautet: Wo genau sollten Lebensmittel- und Getränkehersteller diese Lösungen in ihrem Portfolio, für welche Konsumanlässe und für welche Vertriebskanäle einsetzen?

 

Das SIG Category Game Board™ wurde entwickelt, um genau diese Fragen zu beantworten. Es ist ein praktisches, visuelles Tool, das Herstellern dabei hilft, ihr Portfolio darzustellen und systematisch „weiße Flecken“ für Wachstum zu identifizieren.

 

Was das Game Board leistet

Das SIG Category Game Board™ ist eine strukturierte Übersicht über Chancen in verschiedenen Kategorien und Konsumanlässen. Es ersetzt weder detaillierte Marktpotenzialanalysen noch Verbraucherforschung oder die Markenstrategie. Stattdessen:

  • bietet es funktionsübergreifenden Teams eine gemeinsame Sicht darauf, wo Wachstumspotenziale zu finden sind und welche Kombinationen Priorität haben sollten
  • zeigt es deutlich, wo die Marke bereits vertreten ist – und wo nicht 
  • hebt es eine überschaubare Anzahl von Hypothesen für Wachstum in bisher unerschlossenen Marktsegmenten hervor, von denen viele durch aseptische Verpackungen ermöglicht oder beschleunigt werden können
AI-generated image

Dazu werden fünf Kerndimensionen abgebildet:

  • Kategorien – was eine Marke verkauft
    Beispiele: Vollmilch, aromatisierte Milch, pflanzenbasierte Getränke, Kochsahne, gezuckerte Kondensmilch, Eismischungen, Joghurtgetränke, Streichkäse, Desserts etc.
  • Anlässe – wann und wo ein Produkt konsumiert wird
    z.B.: Zu Hause, unterwegs, bei der Arbeit, vor Ort in der Gastronomie oder per Lieferservice/zum Mitnehmen
  • Zielgruppen – für wen das Produkt bestimmt ist
    z.B. Familien, Kinder, aktive Verbraucher, Gastronomiebetriebe
  • Vertriebskanäle – wo das Produkt gekauft, serviert oder konsumiert wird
    Zu Hause, in der Schule, im Büro, im Restaurant, in Convenience-Stores usw.
  • Verpackungs- und Technologielösungen – wie dies ermöglicht wird
    Beispielsweise durch den Einsatz von aseptischen Kartonpackungen, Spouted Pouches oder „Bag-in-Box“-Verpackungen, um eine bestimmte Kombination aus Produktkategorie, Konsumanlass und Vertriebskanal technisch und wirtschaftlich realisierbar zu machen

 

Beispielsweise durch den Einsatz von aseptischen Kartonpackungen, Spouted Pouches oder „Bag-in-Box“-Verpackungen, um eine bestimmte Kombination aus Produktkategorie, Konsumanlass und Vertriebskanal technisch und wirtschaftlich realisierbar zu machen

Warum das speziell für den aseptischen Bereich von Bedeutung ist

Das Wachstum im Lebensmittel- und Getränkebereich beruht in der Regel auf zwei Arten von Maßnahmen:

  1. Erschließung neuer Verzehrsituationen – zum Beispiel die Ausweitung eines Kernprodukts vom Konsum zuhause auf den on-the-go-Verzehr oder den Konsum am Arbeitsplatz    
  2. Erschließung benachbarter oder neuer Kategorien – zum Beispiel von purer Milch hin zu aromatisierten Milchgetränken, funktionellen Shots oder Basiszutaten zum Kochen

 

Das „Game Board“ macht diese Optionen sichtbar und hilft Teams bei der Frage: Wenn wir über aseptische Möglichkeiten verfügen – sei es in Karton, Pouches oder BIB – wo könnten wir noch überzeugend aktiv werden? In vielen Fällen ist die Eintrittsbarriere nicht die Verbrauchernachfrage, sondern das Fehlen einer geeigneten Verpackungs- und Systemlösung.

Durch die Darstellung des aseptischen Portfolios von SIG auf dem Game Board können Hersteller erkennen:

  • Welche „weißen Flecken“ attraktiv werden, sobald lagerstabile Verpackungen zur Verfügung stehen, die nicht gekühlt werden müssen
  • Wo neue Verpackungslösungen (wie aseptische Spouted Pouches oder BIB) Möglichkeiten für den Verzehr unterwegs, für Snacks oder im Gastronomiebereich eröffnen, die gekühlte Produkte nicht effizient abdecken können
  • Wie man das Kerngeschäft verteidigt und gleichzeitig offensive, verpackungsgetriebene Innovation vorantreibt
Methode zur Erkennung von Marktlücken

SIG empfiehlt einen sechsstufigen Ansatz für die Anwendung des SIG Category Game Board™:

  1. Das Spielfeld definieren
    Einigen Sie sich darauf, welche Kategorien, Anlässe, Zielgruppen und Vertriebskanäle in den Fokus fallen. Legen Sie eine gemeinsame Taxonomie fest, damit alle dieselbe Sprache sprechen.
  2. Das aktuelle Portfolio abbilden
    Tragen Sie alle aktuellen Produkte auf dem Spielbrett ein. Markieren Sie, wo die Marke stark ist (Kernbereich) und wo sie bereits vertreten ist. So entsteht ein faktenbasierter Ausgangspunkt.
  3. Weiße Flecken identifizieren
    Heben Sie attraktive, aber noch unbesetzte Kombinationen hervor – Lücken in Vertriebskanälen, ungenutzte Konsumanlässe, angrenzende Kategorien, neue/zusätzliche Zielgruppen oder Verpackungsoptionen (zum Beispiel der Wechsel von gekühlten zu ungekühlten Produkten über aseptische Verpackungen).
  4. Initiativen entwickeln
    Entwickeln Sie für jede priorisierte Marktlücke zwei bis drei erste Konzepte – neue   Produkte, Sortimentserweiterungen oder Verpackungs-/Formatinnovationen, oft in Kombination.
  5. Bewerten und priorisieren
    Bewerten Sie jedes Konzept hinsichtlich strategischer Eignung, Verbrauchernutzen, Machbarkeit und Markteinführungsgeschwindigkeit. Einigen Sie sich auf eine fokussierte Roadmap.
  6. Lernen, skalieren und aktualisieren
    Pilotprojekte starten, KPIs verfolgen, erfolgreiche Maßnahmen skalieren und die Übersicht regelmäßig aktualisieren. Im Laufe der Zeit werden mehr Felder besetzt, da sich „White Spaces“ zu echten Geschäftsbereichen entwickeln.

 

Auf diese Weise bieten aseptische Lösungen nicht mehr nur einen rein technischen Vorteil, sondern werden zu einem strategischen Wachstumsmotor.

 

Innovation in der Lebensmittel- und Getränkebranche

Mit Blick auf die Zukunft wird die nächste Phase der Innovation in der Lebensmittel- und Getränkebranche nicht nur von der Technologie abhängen, sondern auch von einer engeren Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Einzelhändlern und Anbietern aseptischer Lösungen.

„Wenn Produktentwicklung, Verpackung und Anlagen bereits in einer frühen Phase des Prozesses zusammengeführt werden, sind die Ergebnisse überzeugender und besser skalierbar. So gelangt die Branche zu Lösungen, die langfristig funktionieren – für Menschen, Märkte und den Planeten.“

Da sich die Milchwirtschaft und der gesamte Lebensmittel- und Getränkesektor weiterentwickeln, wird die Verpackung auf Systemebene – insbesondere die aseptische Verpackung – eine immer wichtigere Rolle spielen. Mit einem wachsenden Portfolio und einer langjährigen Expertise im Bereich der aseptischen Kartonpackungen, Spouted Pouches und Bag-in-Box-Verpackungen ist SIG bestens positioniert, um auch weiterhin ein wichtiger Partner für Hersteller zu bleiben, die aseptische Verpackungen nicht nur als Verpackungsoption betrachten, sondern als Möglichkeit, neue Produkte, neue Konsumanlässe, neue Vertriebskanäle – und damit neue Marktlücken für nachhaltiges, profitables Wachstum zu erschließen.