Die Getränkekultur Indiens war schon immer stark regional geprägt. Was die Menschen in einem Teil des Landes trinken, sieht anderswo selten genauso aus.

Vandana Tandan ist Head of Market bei SIG in Indien & Bangladesch und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Förderung von Marktexpansion, Geschäftswachstum und strategischer Transformation. Mit ihrer umfassenden Expertise in den Bereichen Lebensmittel und Getränke sowie im B2B-Sektor bringt sie ein tiefes Verständnis für Kundenbedürfnisse, Marktdynamiken und die sich wandelnde Geschäftslandschaft mit. Seit ihrem Eintritt bei SIG India im Jahr 2018 hat Vandana maßgeblich dazu beigetragen, die Präsenz des Unternehmens auf dem indischen Markt zu stärken, strategische Kundenpartnerschaften aufzubauen und ein nachhaltiges, profitables Wachstum voranzutreiben.
Ihre Führungsrolle erstreckt sich auf die Bereiche Vertrieb, Marketing, Geschäftsentwicklung, Lieferkette, Finanzen und Service, was es ihr ermöglicht, integrierte Strategien zu entwickeln, die langfristigen Mehrwert für Kunden und das SIG-Geschäft schaffen.
In Maharashtra und Goa gehört Sol Kadhi zu den alltäglichen Mahlzeiten. In Gujarat dominieren Chaas und Piyush sowohl im Sommer als auch bei festlichen Anlässen. Nord-Indien setzt auf Nimbu Paani und Lassi, während Kaschmir schon seit langem Kahwa schätzt. Der Irani Chai aus Hyderabad, die gewürzte Buttermilch aus Kerala, die Zuckerrohrsaft-Stände im Norden und der schwarze, zitrusartige Sulemani Chai aus der Malabar-Region spiegeln allesamt wider, wie Getränke in Indien von Geografie, Klima, Zutaten und kulturellen Gewohnheiten geprägt sind.
„Jahrzehntelang waren diese Getränke vor allem lokale Köstlichkeiten, die frisch bei Anbietern in der Nachbarschaft, in Privathaushalten, Cafés und von kleinen regionalen Marken verkauft wurden. Doch heute betrachtet der organisierte Einzelhandel sie zunehmend anders – nicht mehr als kulturelle Nischenprodukte, sondern als skalierbare Getränkekategorien, die den Geschmack der Menschen im ganzen Land ansprechen.“
Die aufkommende Kultur der Funktionsgetränke
Indiens traditionelle Getränke wurden nie nur zur Erfrischung entwickelt. Die meisten von ihnen erfüllten bereits einen praktischen Zweck lange bevor Funktionsgetränke zu einem weltweiten Wellness-Trend wurden.
Masala Chaas und Buttermilch wurden getrunken, um den Körper zu kühlen und die Verdauung anzuregen. Ín den Küstenregionen kombinierte Sol Kadi Kokum und Kokosnuss, um die Darmgesundheit zu fördern. Nimbu Paani sorgte bei extremer Hitze für einen ausgeglichenen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt. Kahwa wurde mit Wärme und Verdauung in Verbindung gebracht, während Sulemani Chai traditionell nach den Mahlzeiten getrunken wurde. Sogar Zuckerrohrsaft entwickelte sich zu einem für den indischen Sommer geeigneten Instant-Energiegetränk.

Diese Vorliebe der Verbraucher für Getränke, die Vertrautheit mit Funktionalität verbinden, wird nun auch auf Marktebene zunehmend sichtbar. Laut Future Market Insights wächst der weltweite Markt für funktionelle Milchprodukte weiterhin rasant, wobei sich Indien als einer der wichtigsten Wachstumsmärkte herauskristallisiert – angetrieben von gesundheitsbewussten Verbrauchern, die nach praktischen und nährstoffreichen Getränkeoptionen suchen. Ebenso unterstreichen Erkenntnisse aus dem Bericht von Mordor Intelligence den starken Wachstumskurs der indischen Segmente für Milchprodukte und Getränke mit Mehrwert, der durch Urbanisierung, sich ändernde Konsumgewohnheiten und die Nachfrage nach verpackten Produkten mit längerer Haltbarkeit angetrieben wird.
„Verbraucher suchen heute zunehmend nach Getränken, die Geschmack, Vertrautheit und Wellness vereinen. Indiens regionale Getränke tun dies bereits ganz selbstverständlich.“
Doch trotz ihrer Beliebtheit sind die meisten regionalen Getränke außerhalb ihrer Heimatmärkte nach wie vor nicht in den Regalen moderner Einzelhandelsgeschäfte zu finden. Das liegt nicht daran, dass keine Nachfrage besteht. Der Grund ist vielmehr, dass die Infrastruktur, die erforderlich ist, um frische, konservierungsmittelfreie Getränke über regionale Grenzen hinweg in großem Maßstab zu vertreiben, in der Vergangenheit nur begrenzt vorhanden war.
Der Markt entwickelt sich weiter
Traditionelle und regionale Getränke sind längst keine Nischenkategorien mehr. Sie entwickeln sich zu gut organisierten, markenorientierten und wachstumsstarken Segmenten, mit denen die Verbraucher bereits vertraut sind und bei denen lediglich die Verfügbarkeit noch nachzieht.

Die strukturelle Herausforderung
Die größten Hindernisse für regionale Getränke waren schon immer die Skalierbarkeit und die Haltbarkeit. Die meisten dieser Getränke werden aus natürlichen Zutaten hergestellt, sind sehr leicht verderblich und in hohem Maße auf Kühlung und lokale Distribution angewiesen.
Genau hier sorgt die aseptische Verpackung für eine Wende.
Aseptische Lösungen von SIG
Dank aseptischer Verpackungen sind Getränke ohne Konservierungsstoffe und ohne Kühlung mehrere Monate lang haltbar, wobei Geschmack, Nährwert und Produktqualität erhalten bleiben. Für Getränke, deren Charakter von Frische und Authentizität abhängt, ist dies von entscheidender Bedeutung.
Die Flexibilität der aseptischen Kartonformate von SIG passt zudem nahtlos zu den indischen Konsumgewohnheiten. Familienpackungen eignen sich gut für Produkte wie Buttermilch, Lassi oder Sol Kadi, die zu Hause zu den Mahlzeiten konsumiert werden. Einzelportionsformate wie Aseptic packaging sind geeignet für Getränke für unterwegs wie Nimbu Paani, Jaljeera, Getränke auf Zuckerrohrsaftbasis oder regionale Teesorten, die zunehmend in den modernen Einzelhandel Einzug halten.

„Dies eröffnet Getränkemarken völlig neue Möglichkeiten. Ein Getränk, das traditionell nur in einer Stadt oder einem Bundesland verkauft wurde, kann nun über den allgemeinen Handel, den modernen Einzelhandel, E-Commerce, den Reiseeinzelhandel und Quick-Commerce-Kanäle landesweit vertrieben werden.“
Das Ergebnis ist ein traditionell bekanntes indisches Getränk, das sich in ein modernes, haltbares Funktionsgetränk verwandelt, das landesweit ohne Kühlung vertrieben werden kann.
Chance für die Zukunft
An der Akzeptanz der regionalen Getränke Indiens bei den Verbrauchern hat es nie gemangelt. Sie haben sich über Generationen hinweg behauptet, weil sie kulturell verwurzelt, funktional relevant und den Menschen sehr vertraut sind.
Was sich durch die Verpackung verändert, ist nicht das Getränk selbst, sondern seine Reichweite.
Ein Sol Kadi von der Konkan-Küste kann nun in Delhi in den Regalen stehen. Ein regionales Chaas-Rezept kann über die Grenzen seines Heimatbundesstaates hinausgelangen. Kahwa, Irani Chai oder von der Straßenküche inspirierte Getränke können über den organisierten Einzelhandel in Formaten vertrieben werden, die dem modernen Konsum entsprechen.
Das Interesse der Verbraucher ist bereits vorhanden. Die Nachfrage im Einzelhandel wächst. Die Verpackungsinfrastruktur ist bereit.
„Für Getränkemarken stellt sich nicht mehr die Frage, ob regionale indische Getränke landesweit Fuß fassen können. Es geht vielmehr darum, wie schnell sie mit Hilfe aseptischer Verpackungslösungen den Sprung von lokalen Köstlichkeiten zu etablierten Einzelhandelskategorien schaffen können.“
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- GetränkeMilchprodukte & pflanzliche AlternativenLebensmittel
- September 15, 2026

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