Die Antwort liegt in ökologischer Konnektivität und biologischen Korridoren.
Die ungehinderte Bewegung von Arten und die natürlichen Kreisläufe, die das Leben erhalten, werden als ökologische Konnektivität bezeichnet. Sie ermöglicht Wildtieren den Zugang zu Nahrung, Wasser und sicheren Orten für Migration, Fortpflanzung oder Ansiedlung. Doch menschliche Eingriffe wie Landwirtschaft, Straßen und Städte zerreißen Ökosysteme, gefährden die Artenvielfalt und verschärfen den Konflikt zwischen Mensch und Natur.
Um diese verlorenen Verbindungen wiederherzustellen, brauchen wir biologische Korridore – Landstreifen, die getrennte Lebensräume miteinander verbinden. Sie bieten Tieren sichere Wege, um sich zu bewegen, anzupassen und in sich verändernden Umgebungen zu überleben.
Ökologische Vernetzung und biologische Korridore sichern Artenvielfalt, stärken Ökosysteme und fördern Gemeinschaften – unverzichtbare Bausteine für eine nachhaltige Zukunft.

WWF & SIG: Partnerschaft zur Wiederherstellung von Lebensräumen des Jaguars
In ganz Lateinamerika haben Jaguare mehr als die Hälfte ihres natürlichen Lebensraums durch Abholzung, Ausweitung der Landwirtschaft und Ausbau der Infrastruktur verloren. Viele Populationen sind jetzt auf isolierte Gebiete beschränkt, die zu stark fragmentiert sind, um ihr Überleben zu sichern.
Der WWF arbeitet gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften und Naturschutzorganisationen daran, die ökologische Vernetzung in großen Landschaften wiederherzustellen, indem biologische Korridore geschaffen werden. Diese Korridore verringern die Zerschneidung von Lebensräumen, unterstützen die Landnutzungsplanung und ermöglichen sichere Wanderbewegungen von Wildtieren – und sichern so Biodiversität, Klimaresilienz und Ökosystemleistungen.
Diese Initiative verfolgt das Ziel, bis 2030 gesunde Wildtierbestände, funktionierende Ökosysteme, widerstandsfähige Klimasysteme und ein gutes menschliches Wohlergehen zu gewährleisten.
Die Maßnahmen des WWF Mexiko in der Central Pacific Jaguar Landscape, Heimat der zweitgrößten Jaguarpopulation des Landes am nördlichen Rand ihres Verbreitungsgebiets – sind entscheidend, um die ökologische Vernetzung zu erhalten und wiederherzustellen.
Wiederherstellung des Waldgebiets des Jaguars
Jaguare sind auf große, zusammenhängende Waldlandschaften angewiesen, um sich frei zu bewegen, zu jagen und gesunde Populationen zu erhalten. Ohne ökologische Korridore werden ihre Lebensräume fragmentiert, Gruppen isoliert und die genetische Vielfalt geschwächt – was das Risiko von Mensch-Wildtier-Konflikten erhöht und ihr langfristiges Überleben gefährdet.
Im Westen Mexikos hat der WWF durch Wiederaufforstung, nachhaltige Landbewirtschaftung und enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden wichtige Ökosysteme - darunter Trockenwälder, Feuchtgebiete und Küstenlagunen - aktiv geschützt und wiederhergestellt. Diese Bemühungen zielen darauf ab, fragmentierte Lebensräume wieder miteinander zu verbinden, verbleibende Landschaften zu schützen und sicherzustellen, dass Jaguare sich wieder in ihrem historischen Verbreitungsgebiet bewegen können.
Seit Oktober 2022 arbeitet SIG mit WWF Mexico im Rahmen der Forests Forward-Initiative zusammen, um die Vernetzung der Wälder im Central Pacific Landscape, einem wichtigen Jaguargebiet, zu schützen und wiederherzustellen. Unsere gemeinsame Arbeit verbindet Wissenschaft und lokale Verantwortung, um die ökologische Widerstandsfähigkeit zu stärken, die Jaguar-Populationen zu verfolgen und umfassende Schutzmaßnahmen zu unterstützen.
Im Jahr 2023 haben wir mithilfe von Fernerkundung Gebiete identifiziert, die restauriert werden müssen. Bis 2025 konnten wir wichtige Fortschritte erzielen, darunter eine Vereinbarung mit Landesregierungen und lokalen Gemeinschaften zur Aufforstung von Flächen in Naturschutzgebieten. Heute wachsen über 80.000 Setzlinge heimischer Pflanzen in Gemeinschaftsbaumschulen und werden in dieser Regenzeit in vorrangigen Restaurationszonen gepflanzt. Die Umsetzung vor Ort liegt in den Händen lokaler Produzenten.




Ein Lebensraum für harmonische Koexistenz von Mensch und Natur
Naturschutz beim WWF bedeutet mehr als Wälder zu schützen – es bedeutet, Menschen einzubeziehen.
Im Westen Mexikos trägt die aktive Mitwirkung der Gemeinden dazu bei, die Bindung zur biologischen Vielfalt zu stärken – eine wesentliche Grundlage für ein dauerhaftes Zusammenleben mit Jaguaren. Die Bewohner setzen auf nachhaltige Viehwirtschaft, installieren Elektrozäune und verbessern Weideflächen, um ihre Existenz zu sichern und Konflikte zu vermeiden.
Darüber hinaus wurden im Rahmen von Schulungsinitiativen silvopastorale Systeme eingeführt, und Umweltbildung an Schulen bereitet die nächste Generation von Verantwortungsträgern vor
Workshops in den Gemeinden haben zur ökologischen Wiederherstellung beigetragen. Gleichzeitig dokumentierte die Biodiversitätsüberwachung – einschließlich Kamerafallen-Erhebungen im Jahr 2024 – 27 Jaguare und zwei Jungtiere in 18 Gemeinden, was einem Durchschnitt von fast einem Jaguar pro 100 km² entspricht.
Lebensräume bewahren, unsere Zukunft schützen
SIG und WWF engagieren sich für die Wiedervernetzung der Wälder in Mexiko und machen deutlich, wie eng intakte Ökosystem und das Wohlergehen der Menschen miteinander verknüpft sind.
Durch die Erforschung der natürlichen Korridore erweitern wir unser Wissen über die Wanderrouten der Jaguare und sensibilisieren für den Schutz dieser lebenswichtigen Lebensräume.
Mit unserer Unterstützung erhalten wir ökologische Netzwerke - für Jaguare, für uns Menschen und für den Planeten, den wir alle teilen.
Lasst uns darüber sprechen und weiterhin Positives bewirken!
- November 29, 2025

Wie der WWF und SIG gemeinsam mit 25 weiteren führenden Unternehmen daran arbeiten, Wälder weltweit zu schützen und ihre Zukunft zu sichern

Mehr als nur Bäume pflanzen

