Wir stellen vor: „Aseptic. Engineered. The SIG Expert Series“ zum Thema sichere und hochwertige Lebensmittelverpackungen
Hanno Geissler ist als Head of Technology Services bei SIG tätig und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen aseptische Verarbeitung, Lebensmittelsicherheit und Fülltechnologie. Vom SIG R&D Center in Linnich (Deutschland) aus unterstützt er die Entwicklung, Validierung und weltweite Einführung innovativer Verpackungs- und Abfülllösungen. Mit seiner Leidenschaft für die Verbindung von Technologie, Qualität und Kundennutzen arbeitet er eng mit internationalen Teams und Kunden zusammen, um sichere, nachhaltige und effiziente Systeme zur Lebensmittelverpackung voranzutreiben.

Die Serie kombiniert Videointerviews mit Fachleuten und Infografiken, um zu erklären, was aseptische Verarbeitung und Verpackung bedeuten, wie sie funktionieren und warum sie für Verbraucherinnen und Verbraucher, Hersteller und Einzelhändler wichtig sind. Jede Folge beleuchtet das Wissen, die technische Kompetenz und das Engagement, die hinter den aseptischen Lösungen von SIG stehen.
Folge 1: Was ist aseptische Verarbeitung und Verpackung?
In der ersten Folge erklärt Hanno Geissler, Head of Technology Services bei SIG, die Grundlagen der aseptischen Technologie. Hanno ist ausgebildeter Lebensmittelchemiker und begann seine Karriere bei der deutschen Behörde für Lebensmittelsicherheit, bevor er zu SIG wechselte, um dieselbe Mission von der Seite der Industrie aus fortzusetzen: dazu beizutragen, dass Lebensmittel bis zum Verzehr sicher sind.
Was genau ist aseptische Verarbeitung und Verpackung?
Aseptische Verarbeitung ist ein Verfahren zur Behandlung und Verpackung von Lebensmitteln, bei dem sowohl das flüssige Lebensmittel als auch das Verpackungsmaterial separat sterilisiert werden, bevor sie in einer sterilen Umgebung zusammengeführt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass das Endprodukt kommerziell steril ist und über lange Zeiträume bei Raumtemperatur gelagert werden kann, ohne dass Konservierungsstoffe benötigt werden.
Da die beiden Begriffe manchmal verwechselt werden: Hat die aseptische Verarbeitung etwas mit ultraverarbeiteten Lebensmitteln zu tun?
Nein, überhaupt nicht. Während der Begriff „ultraverarbeitete Lebensmittel“ beschreibt, wie Lebensmittel zusammengesetzt sind – was stark mit ihrer Nährwertqualität zusammenhängt –, beschreibt die aseptische Verarbeitung eine sichere, effiziente Methode zur Konservierung von Lebensmitteln.
Das sind eigenständige Konzepte, die sich zwar überschneiden können, aber keines impliziert das andere. Nehmen wir das gängigste aseptisch verarbeitete und verpackte Lebensmittel: Milch. Dabei wird mit minimalem Verarbeitungsaufwand gearbeitet, wobei der hohe Nährwert erhalten bleibt und der maximale Schutz bis zum Verzehr gewährleistet ist.
Wie funktionieren aseptische Verarbeitung und Verpackung?
Einfach ausgedrückt wird das Produkt kurz auf extrem hohe Temperaturen erhitzt und dann schnell abgekühlt, um alle Mikroorganismen zu inaktivieren, dabei aber Geschmack, Farbe und Nährstoffe zu bewahren. Die Verpackung wird sterilisiert – oft mit Wasserstoffperoxid – und alle Rückstände werden entfernt. Unter vollständig kontrollierten sterilen Bedingungen wird das sterile Produkt dann in die sterilen Verpackungen abgefüllt und hermetisch versiegelt.
Was unterscheidet das von herkömmlicher Konservenherstellung?
Bei der herkömmlichen Konservenherstellung erfolgt die Sterilisierung, nachdem das Produkt in den Behälter gefüllt wurde, was in der Regel eine viel längere Behandlungsdauer erfordert, um jeden Teil des Produkts im Behälter zu sterilisieren. Das beeinträchtigt Geschmack, Farbe und hitzeempfindliche Nährstoffe.
Bei der aseptischen Verarbeitung erfolgt eine viel kürzere Wärmebehandlung vor dem Abfüllen durch direkte Wärmeübertragung, was die Produktqualität besser schützt und den Einsatz von Konservierungsstoffen überflüssig macht. Der Unterschied in der Behandlungszeit ist enorm – zwischen Sekunden bei aseptisch behandelten Produkten und einer Erhitzungszeit von Minuten bis zu mehr als einer Stunde bei Konserven.
Nachdem wir die Grundlagen geklärt haben, schauen wir uns an, was das in der Praxis bedeutet – für Verbraucherinnen und Verbraucher, Hersteller und Einzelhändler. Welche Vorteile haben die Verbraucherinnen und Verbraucher?
Verbraucherinnen und Verbraucher genießen bei aseptisch verpackten Produkten einen frischeren Geschmack, eine natürliche Farbe und einen besseren Nährstofferhalt: Ein markantes Beispiel ist Vitamin C: Der Gehalt ist bei UHT-/pasteurisierten Produkten bis zu fünfmal höher als bei der Retortenverarbeitung. Die aseptische Technologie unterstützt zudem „Clean-Label“-Rezepturen mit weniger Zusatzstoffen und geringem Zuckergehalt, bewahrt aber gleichzeitig den ursprünglichen Geschmack eines reinen Produkts.
Was ist der Vorteil für Lebensmittel- und Getränkehersteller?
Die aseptische Technologie ermöglicht den Einstieg in hochwertige Produktkategorien, unterstützt lange Transportwege ohne Kühlung und eröffnet somit Chancen in Regionen mit begrenzter Kühlketteninfrastruktur. Außerdem reduziert sie Lebensmittelabfälle und -verluste sowie CO₂-Emissionen im Vergleich zum gekühlten Vertrieb, da sie die energieintensive Kühllogistik überflüssig macht.
Warum ist die aseptische Verarbeitung für Einzelhändler wichtig?
Die Haltbarkeit bei Raumtemperatur reduziert Verluste, schafft wertvollen Platz in den Kühlregalen und ermöglicht eine flexiblere Produktplatzierung.
Einzelhändler können ihren Lagerbestand einfacher verwalten und somit ein breiteres Sortiment anbieten – sogar in Filialen mit begrenzter oder gar keiner Kühlkapazität.
Infografik: Aseptische Verarbeitung auf einen Blick

- Bag-in-BoxKartonpackungStandbeutel mit Verschluss
- GetränkeMilchprodukte & pflanzliche AlternativenLebensmittel
- Oktober 29, 2026

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